Goldene Momente mit Kindern und Jugendlichen

Die Gruppe Kinder und Jugendlicher im Kletterpark

Foto: Gesellschaft für Arbeit und Soziales e. V.


Zwischen luftigen Höhen im Kletterwald und einer spritzigen Fahrt mit der Elb-Fähre konnten sich Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld der Tafel Erkner ausprobieren und unvergessliche Erinnerungen sammeln. Das Projekt „Ich bin stark“ ermöglichte ihnen gemeinsame Ausflüge und lehrreiche Workshops, die Selbstbewusstsein und das Gemeinschaftsgefühl fördern. Der Ausflug in den Kletterwald blieb den Kindern und Jugendlichen lange in Erinnerung.

„Als wir in Hamburg mit der Fähre gefahren sind und das Wasser so hochgespritzt ist, das fand ich toll!“ „Das Lagerfeuer am See war richtig schön!“ „Wisst ihr noch, als wir im Kletterwald waren?“ – Die Kinder und Jugendlichen reden aufgeregt durcheinander; immer wieder fallen ihnen neue Erinnerungen aus dem Projekt „Ich bin stark – Selbstbewusstsein stärken und Konflikte lösen“ ein. 21 Kinder und Jugendliche aus Erkner in Brandenburg zwischen sieben und 16 Jahren haben daran teilgenommen. Wie wirkt sich so eine große Altersspanne aus? „Die Älteren gehen auf die Jüngeren ein und die Jüngeren orientieren sich an den Älteren. Das schafft eine Dynamik, die das Projekt bereichert“, sagt Dr. Maurice Schulze. Er leitet die Kinder- und Jugendarbeit bei der Gesellschaft für Arbeit und Soziales, dem Träger der Tafel Erkner.

Mehr Bildungschancen für alle ermöglichen


Kinderarmut kann ein ganzes Leben beeinflussen: Armutsbetroffene Kinder und Jugendliche haben geringere Chancen auf eine höhere Bildung und leben als Erwachsene häufiger selbst in Armut als Kinder aus wohlhabenderen Familien. Sie haben seltener Zugang zu sozialer Teilhabe. Genau das möchten die Projekte des Bereichs „Tafel-Bildungschancen“ ändern. Die Förderung der Deutschen Vermögensberatung und des Vereins „Menschen brauchen Menschen e. V.“ ermöglicht hier verschiedene Bildungsprojekte wie „Ich bin stark“, die zu mehr Chancengleichheit beitragen.

In Erkner konnten die jungen Teilnehmenden Selbstbewusstsein und Persönlichkeit stärken und bekamen Möglichkeiten zur Konfliktlösung an die Hand. Das gelang vor allem über gemeinsame Erlebnisse: Die Kinder haben beispielsweise eine Wurmkiste gebaut, eine Fahrradtour durch Brandenburger Wälder unternommen und im Kommunikationsworkshop gelernt, wie sie ihre Gefühle klar ausdrücken und sich untereinander konstruktiv verständigen können. Sie haben mit Naturmaterialien gebastelt, sind im Kletterwald zwischen Bäumen balanciert und haben auf ihrer dreitägigen Abschlussfahrt Hamburg erkundet.

Lachende Kinder in der Natur

Foto: Annegret Hintze

„Ich bin stark“ geht in die nächste Runde


Die erste Runde „Ich bin stark“ lief von August 2021 bis Juli 2022 und hat die Kinder und Jugendlichen begeistert. Sie sind als Gruppe zusammengewachsen und konnten positive Erfahrungen und Erinnerungen sammeln. „Es ist ein ambitioniertes Ziel, ein Projekt zu entwickeln, bei dem die Kinder ihr Handy freiwillig in der Hosentasche lassen“, so Projektleiter Maurice Schulze. „Das sind goldene Momente, wenn man merkt: Die Kinder sind gerade ganz bei sich und erleben, wie gewinnbringend so ein Projekt sein kann.“

Mittlerweile wurde „Ich bin stark“ um ein weiteres Jahr verlängert und unterstützt noch mehr Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld der Tafel Erkner.

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Projektfilm des Veranstalters

Dieser Beitrag erschien im Tafel-Magazin 2022.

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