Zusammenhalt, der wirkt

Ein Paar der Tafel-Tandems

Foto: Markus Karas

Zusammenhalt ist die Grundlage der starken Tafel-Bewegung – und steht deshalb im Mittelpunkt unseres Jahresberichts 2025. Er zeigt, wie wir als Dachverband der Tafeln das bundesweite Netzwerk stärken, Austausch und gemeinsames Engagement fördern und zusammen mit Partner:innen wichtige Themen voranbringen. Der Bericht gibt Einblicke in die Arbeit von Tafel Deutschland im Jahr 2025 und zeigt, wie vielfältig das Miteinander gelebt wird.

Unsere Mission: Lebensmittel retten. Menschen helfen.

Was für die einen überschüssig ist, kann für andere wertvoll sein. Tafeln setzen sich seit mehr als 30 Jahren in Deutschland dafür ein, dass gute Lebensmittel nicht im Müll landen, sondern Menschen erreichen, die Unterstützung brauchen. Mit großem Einsatz retten Tafeln überschüssige Lebensmittel aus Supermärkten, Discountern oder Bäckereien und geben sie kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag an rund 1,5 Millionen Menschen weiter – darunter Familien, Alleinerziehende, Rentner:innen und Geflüchtete.

Getragen wird diese Arbeit von 77.000 Engagierten. Sie sortieren, transportieren und verteilen Lebensmittel, organisieren Ausgabestellen und schaffen Orte der Begegnung und Solidarität.

Tafel Deutschland unterstützt dieses bundesweite Netzwerk organisatorisch, fachlich, politisch und finanziell – unter anderem durch Weiterbildungen, den Aufbau und die Pflege von Partnerschaften und Spender:innen, die Koordination großer Lebensmittelspenden sowie die Interessensvertretung in Politik und Gesellschaft.

Das Tafel-Jahr 2025

Mehr Verständnis füreinander: Tafeln als Orte der Begegnung

In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung werden Orte seltener, an denen Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten im Alltag selbstverständlich zusammentreffen. Tafeln gehören zu diesen Orten. Hier begegnen sich Ehrenamtliche und Kund:innen verschiedener Generationen, Herkünfte und Lebenslagen – häufig Menschen, die sonst wenig Berührungspunkte hätten.

Durch die Tafel-Bewegung entstehen neue Formen von Teilhabe. In vielen Tafeln ist es längst gelebte Praxis, dass Kund:innen selbst als Ehrenamtliche mit anpacken. So engagieren sich zum Beispiel Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte aktiv, helfen bei der Ausgabe, unterstützen als Sprachvermittler:innen und lernen selbst Deutsch. Sie sind heute fester Teil des Teams. Dieses Miteinander stärkt den Alltag und den Zusammenhalt.

Foto: Philip Wilson

Gerade für armutsbetroffene Menschen, die häufig soziale Isolation erleben, sind solche Orte wichtig. Hier treffen sie auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und müssen sich nicht erklären oder für ihre Situation rechtfertigen. Wo Menschen einander begegnen, entstehen Verständnis, neue Rollen und manchmal überraschende Veränderungen. Gerade in einer Zeit, in der öffentlich oft abwertend über armutsbetroffene Menschen gesprochen wird, können Tafeln so auch Schutzräume sein, in denen sich niemand verstecken muss. So wächst Zusammenhalt im Alltag.


Der Jahresbericht 2025 von Tafel Deutschland

Jetzt den Jahresbericht 2025 von Tafel Deutschland als PDF herunterladen:

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